Informationen zum “Windkraft Info” v. Herrn Schoon

Im amtlichen Wochenblatt vom 25.07.2013 gibt Herr Bürgermeister Schoon einige Statements ab, die unkommentiert so nicht stehen bleiben können.

1. Windatlas

Bei den Ergebnissen des Windatlas handelt es sich um Hochrechnungen.Wichtige Einflüsse wie Geländebeschaffenheit etc. können hier überhaupt nicht erfasst werden. Der Windatlas ist nicht in der Lage, eine sichere Aussage über die tatsächlich vor Ort vorkommenden Windverhältnisse zu machen. Er ist damit für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte ungeeignet.

Konkrete Daten sind nur über reale Windmessungen zu erhalten.

(Quelle: Wikipedia “Ausbau von Windkraft in Rheinland-Pfalz”)

Desweitern ist für die Windhöffigkeit natürlich die Nabenhöhe ausschlaggebend. Sollte die Windhöffigkeit in 100m Nabenhöhe zu gering sein, so setzt man ebern eine entsprechend höhere WKA ins Land, z.B. mit einer Gesamthöhe von 200m, wie bei uns geplant!

Solange der Paragraph29  Abs.2 des Erneuerbaren Energie Gesetzes für Standorte mit schlechten Windverhältnissen eine erhöhte Anfangsförderung (für 5 Jahre!) erlaubt, sind besonders diese für die Betreiber lukrativ.

Je schlechter der Standort, desto höher die Förderung!

2. Kraftwerkstilllegung

Herr Schoon versucht hier den Eindruck zu erwecken, als könnten die Kraftwerke abgeschaltet werden, weil wir sie dank des Ökostroms nicht mehr benötigen. Weit gefehlt!

Die Energieerzeugung unterliegt seit dem EEG nicht mehr der freien Marktwirtschaft, sondern wird planwirtschaftlich gehandhabt:

Per Gesetz hat bei der Stromeinspeisung ins Netz der “Ökostrom” absolute Priorität. Durch das wachsende Stromangebot ist der Börsenpreis sehr stark gefallen, so dass sich für die Kraftwerkbetreiber der Betrieb nicht mehr lohnt. Die Kosten liegen hier teilweise über den Verkaufspreisen.

Allerdings brauchen wir diese Kraftwerke dringend, weil weder der Wind immer weht, noch die Sonne immer scheint, und auch der Transport der Energie von A nach B gewährleitet sein muß.

15 Kraftwerksbetreiber haben bisher mit Stilllegung gedroht!

Eine Stilllegung muß von der Bundesnetzagentur bewilligt werden. Eine Sprecherin der Bundesnetzagentur hat bereits angekündigt, in Süddeutschland keinen  weiteren Schliessungen zuzustimmen.

Stimmt die Bundesnetzagentur den Stilllegungen nicht zu, so tragen die Kosten für die Kraftwerke nicht mehr die Eigentümer, sondern die Netzbetreiber. Und nun raten Sie mal, auf wen diese das abwälzen?

Richtig, auf den Endverbraucher! Der darf dann neben der EEG-Umlage auch noch eine Umlage für unwirtschaftliche Kraftwerke bezahlen!

3. Untersuchung der Vogelwelt

Herr Schoon gibt bekannt, dass die bisherigen Untersuchungen keine Anhalte für geschützte Vögel im Bereich der geplanten WKA Standorte geben.

Auch wir waren nicht untätig in den vergangenen Monaten.

Warten wir ab, bis das offizielle Ergebnis dieser Untersuchung vorliegt.

Dann werden wir schauen, ob das Büro Laub seine Hausaufgaben ordentlich gemacht hat! Mehr möchte ich zu diesem Zeitpunkt nicht dazu sagen.

4. Zufahrtswege

Die Behauptung, die Zufahrtswege würden nicht mitten durch den Wald gehen, kann so nicht aufrecht erhalten werden.

Schauen Sie Sich hier unter unserer Rubrik : “Impressionen aus einem Windpark” einmal an, wie so etwas ausschaut! Sehen Sie Sich auch den Film über die Anbringung des Rotor an der WKA an. Dann bekommen Sie einen Eindruck über die anstehende Zerstörung!

Das in Aussicht gestellte Aufforsten ist schlicht ein Witz!

Bäume machen noch keinen Wald!

Im übrigen werden wir ja nach Beantwortung unseres Fragenkataloge schlauer sein.